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Morning Elegance



„Auf der Beerdigung war’s ganz witzig“

Ein Portrait über Morning Elegance.

 

Der Putz lässt die Wände im Stich, der beliebte Maschendrahtzaun steht im Blickfeld. Genau hier probt Morning Elegance. Zugegeben: Das Gebäude der Gitarrenschule ist schon etwas schicker als die Umgebung. Aber der erste Eindruck ist sofort „Untergrund“. Wir sind zu Besuch, um etwas mehr über die Band zu erfahren. Schließlich durften wir sie am 16. März beim sechsten sofaa begrüßen.

 

Felix, Ronja und Philipp

Felix, Ronja und Philipp

 

Der Begriff Band ist eng gesehen nicht ganz passend, denn Morning Elegance besteht eigentlich nur aus Ronja und Philipp. Ronja singt, Philipp spielt Gitarre – so läuft das zumindest meistens. Um das Duo zu gründen, mussten die beiden allerdings erst fremdgehen. Dabei wurden sie von anderen auch noch kräftig unterstützt. Doch ihre Band-Partner der Gruppe „Capolow“ hatten Verständnis und ließen sie ihr Duo-Projekt starten.

 

Kennengelernt haben sich Ronja und Philipp vor ein paar Jahren durch einen Zufall.  Für die Schulband suchte Philipp damals dringend nach einer Sängerin. Wie es der Zufall will, war Ronjas Bruder Felix auch in dieser Schulband. Der empfahl seine Schwester als Notlösung aus der vielmehr eine Überraschung in der Not wurde. Denn mit ihrer Stimme konnte sie die Zuschauer und Bandmitglieder überzeugen und begeistern.

 

Ronja studiert heute Psychologie in Bremen und reist einmal die Woche extra zur Duo-Probe an. Von dort bringt die 22-Jährige jede Menge Inspirationen für neue Songs mit. So auch zur Eigenkomposition „Ripper Johnny“, welche in Ronjas Kopf während einer Vorlesung entstand. Alle Studenten sollten anhand von Fotos Menschen beurteilen und trafen eine Auswahl der sympathischsten und nettesten. Dann offenbarten die Professoren die Biographien der ausgewählten Menschen: Die Studenten fanden anscheinend Massenmörder, Diebe und andere Kriminelle am besten. Aus Ronjas Schock über dieses Ergebnis entstand „Ripper Johnny“ und zählt nun zum festen Repertoire.

 

Ergänzt wird die Psychologie-Studentin beim Komponieren durch Philipps Sinn für geniale Gitarren-Riffs und atmosphärische Rhythmen. Nicht ganz so weit zum Proberaum hat es der Geographie- und Englisch-Student, wenn er aus der Uni Hannover kommt. Zu weit wird allerdings ab September die Reise sein – Dann nämlich ist Philipp ein halbes Jahr in Belfast. Was schlussendlich nach der Uni kommt, steht für ihn noch nicht fest – Hauptsache das Studium macht Spaß. Und dass man allein mit Spaß schon sehr viel erreichen kann, zeigt der 21-Jährige zusammen mit Ronja in Morning Elegance.

 

Zusammen spielten sie schon im Ballhof-Café, auf der Fête de la Musique und sogar auf einer Beerdigung. Ein unerfahrener Musiker mag das als Herausforderung ansehen – Ronja fand es eigentlich „ganz witzig“. Innerhalb von zwei Tagen probten die beiden eine Fassung von „Streets of London“ und konnten so eine musikalische letzte Ehre erweisen.

 

Morning Elegance bei der Probe

Morning Elegance bei der Probe

 

Sollte es noch anspruchsvoller werden, bekommt das Duo Unterstützung von Ronjas Bruder Felix. Der liebevolle Name „Trommelpeter“ passt gut, denn salopp gesagt: Felix trommelt. Und das auf allerlei Gegenständen – Koffer, Cajons, Schlagzeuge und Bongos sind vor ihm nicht sicher. Eigentlich studiert der 22-Jährige Sozialwissenschaften in Hannover, aber seine Freizeit füllen diverse Bandprojekte. So viel beschäftigt, kann er nur durch die spanische Mentalität auf dem Teppich bleiben. Die „Ruhe weg“ hat er aus einem halben Jahr Barcelona mitgenommen.

 

An der Seite vieler anderer Musiker, spielen Ronja, Philipp und Felix mit der Band „Capolow“ wieder am 12. April im „Beatbox Hannover“.  Im Namen des gesamten sofaa-Teams wünschen wir viele „Flows“ und einen groovigen Abend.

 

 

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Bewertung: 4.0/5 (3 Bewertungen)
Morning Elegance, 4.0 out of 5 based on 3 ratings

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